- Fassungsvermögen 988
Die empfohlene Kleiderordnung lautet „legere Abendgarderobe” (Männer werden gebeten, lange Hosen zu tragen).
Mit der künstlerischen Renaissance in Tschechien im 16. Jahrhundert entstand der Wunsch, der Nationaloper einen eigenen Saal zu widmen.
Die Tschechen erhielten zunächst, nicht ohne Widerstände seitens der österreichischen Verwaltung, die Genehmigung, 1862 ein provisorisches Theater zu eröffnen. Smetana übernahm die Leitung, doch erst 1881 entstand ein echtes Nationaltheater, das heutige Národní divadlo.
Nachdem es im selben Jahr durch einen Brand zerstört worden war, wurde es 1883 mit einer Aufführung von LIBUSE, einer Oper, die Smetana speziell für diesen Anlass komponiert hatte und die hundert Jahre später zur Wiedereröffnung nach der Restaurierung erneut aufgeführt wurde, ein zweites Mal eingeweiht.
In diesem Saal, dessen Repertoire auch heute noch überwiegend tschechisch ist, wurden natürlich Werke von Dvorak, Janácek und Martinu uraufgeführt.
Heute bietet es Werke nationaler und internationaler Komponisten mit einer Interpretation und Inszenierung von hoher Qualität.
Národní divadlo ist der Name der Kompanie, die heute die drei wichtigsten Opernhäuser vereint: Národní divadlo (Nationaltheater), Státní opera (Staatsoper) und Stavovské divadlo (Ständetheater). Es gibt nun keinen Wettbewerb mehr zwischen den Ensembles, die professionellen Sänger bilden eine Einheit, wie beispielsweise an der Comédie française in Paris. Man muss sagen, dass das Národní divadlo neben Budapest eines der besten Ensembles der Welt ist. Es ist nicht ungewöhnlich, dass einige Mitglieder auf den großen internationalen Bühnen Karriere machen, was beweist, dass die Stimmen dort von außergewöhnlicher Qualität sind. In Prag kann man jede Saison das tschechische Repertoire mit großen Werken wie Rusalka und weniger bekannten Opern, aber auch den großen Werken von Verdi, Mozart oder Puccini hören.










